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Das Tarifergebnis in der chemischen Industrie

Die Entgelte der 550 000 Chemie-Beschäftigten in den Bezirken Hessen, Nordrhein und Rheinland-Pfalz werden ab 01.03.2008, in den Bezirken Baden-Württemberg, Bayern, Berlin (West), Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen ab 01.04.2008 und im Saarland ab 01.05.2008 um 4,4 Prozent, jeweils mit einer Laufzeit von dreizehn Monaten erhöht.

Ab 01.04.2009 schließt sich in den Bezirken Hessen, Nordrhein und Rheinland-Pfalz, ab 01.05.2009 in den Bezirken Baden-Württemberg, Bayern, Berlin (West), Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen und ab 01.06.2009 im Saarland eine Erhöhung der Entgelte um 3,3 Prozent mit eine Laufzeit von jeweils zwölf Monaten an.

Die Ausbildungsvergütungen werden einheitlich für die ersten dreizehn Monate um 34 Euro und für weitere zwölf Monate um 26 Euro erhöht.
Für die ersten dreizehn Monate der Gesamtlaufzeit erhalten die Beschäftigten ohne die Auszubildenden eine Einmalzahlung.

Arbeitnehmer in Normalschicht erhalten 7 Prozent, Arbeitnehmer in teilkontinuierlicher Schichtarbeit 7,8 Prozent und Arbeitnehmer in vollkontinuierlicher Schichtarbeit 9,1 Prozent eines monatlichen Tarifentgelts.

Teilzeitbeschäftigte sowie Arbeitnehmer in Altersteilzeit erhalten die Einmalzahlung anteilig im Verhältnis ihrer individuellen zur regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit.
Die Einmalzahlung ist zwischen dem 31. Mai und dem 31. Juli in einer Summe zu gewähren.
Arbeitgeber und Betriebsrat können aus wirtschaftlichen Erwägungen die Kürzung oder den Wegfall der Einmalzahlung vereinbaren.

Das bereits seit 2003 bestehende Abkommen für mehr Ausbildungsplätze wird bis 2012 verlängert. Wie bisher sollen die jeweiligen Erhöhungsschritte jährlich festgelegt werden.

Der Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie“ stellt ein neues Angebot dar. Es soll zum einen weiter den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben gestalten, gleichzeitig aber die Betriebe auf einen steigenden Anteil älterer Beschäftigter vorbereiten.

Wesentlicher Punkt ist die Schaffung betrieblicher Fonds ab 2010, deren Beträge für verschiedenste Ziele nach Prioritätenwunsch der Betriebspartner verwandt werden können.
Einsatzmöglichkeiten sind: Altersteilzeit, Teilrente, Langzeitkonten, Altervorsorge und erstmals eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung. Der Arbeitgeber füllt den Fonds mit Beiträgen, zunächst mit 300 Euro pro Beschäftigten. Bei weiteren Tariferhöhungen steigt der Betrag jährlich parallel dazu.

Die „Demografiefonds“ sichern den Beschäftigten als Alternative auch bei geänderten gesetzlichen Bedingungen über 2010 hinaus die Möglichkeit, vorzeitig aus dem Erwerbsleben auszuscheiden.
Die bisherige Förderung des Bundes, immerhin in Höhe von jährlich 1,5 Mrd. Euro läuft Ende 2009 aus.
Auch die CGBCE fordert ihre Verlängerung.

Werner Benedix
Bundesvorsitzender

 

 
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