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Thema Steinkohlebergbau bleibt auf der Tagesordnung

Büdnis 90/Die Grünen wollen den Neubau von Kohlekraftwerken verhindern. Sie fordern in einem Gesetzesantrag an den Deutschen Budestag den sogenannten elektrischen Mindeswirkungsgrad auf 58 Prozent festzulegen. Damit könnten nur noch moderne Gas- und Dampf-Kraftwerke mit einem CO2-Ausstoß von 365 Gramm je Kilowattstunde Strom gebaut werden.

Der Wirkungsgrad entsprechender Braun- und Steinkohlekraftwerke beträgt derzeit maximal 43 bzw. 46 Prozent. Auf einer Sitzung des CGBCE-Hauptvorstandes wurde diese Haltung verurteilt. Nur vordergründig gehe es der Partei der Grünen darum, weitere Emissionen im Kraftwerkssektor einzusparen.

Deutliche Erfolge verspricht hierbei innerhalb des nächsten Jahrzehnts beispielsweise die sogenannte CCS-Technologie oder das auch Sequestrierung genannte Verfahren, bei der das CO2, das bei der Stromerzeugung entsteht, herausgefiltert und unterirdisch gelagert wird.

Die umweltschädlichen Effekte des weltweit steigenden Energiebedarfs können nach Auffassung des Weltklimrates (IPCC) für längere Zeit bei den vorhandenen Speicherkapazitäten durch die CCS-Technik neutralisiert werden.

Die CGBCE fordert diesbezüglich Bundesregierung und Parlament auf, CCS zu unterstützen, indem es ermöglicht wird, die Technologie weiter voranzutreiben. Es gehe eben nicht darum, wie Umweltverbände befürchten, Investitionen in CCS als Vorwand zu benutzen, den Ausbau energiesparender Technologien und erneuerbarer Energien zu vernachlässigen, der aber auf jeden Fall seine Zeit braucht.

Die Gewerkschaft ist überzeugt, dass Bündnis 90/Die Grünen in erster Linie nur ihrem Ziel schneller näher kommen wollen, das fossile Zeitalter hinter sich zu lassen.
Diese dogmatische Betrachtung schadet dem Industriestandort Deutschland. Bleibt es bei dem politisch gewollten Atomausstieg, gibt es hierzulande bis 2020 einen riesigen Ersatzbedarf an neuen Kraftwerkskapazitäten von bis zu 45000 Megawatt (MW).
Auf Steinkohlekraftwerke dann zu verzichten, die derzeit ohnehin die Grundlast des Strombedarfs im Lande absichern, wäre schon im Hinblick auf die bis vor kurzem rasanten Anstiege der Rohöl- und Erdgaspreise bzw. der zeitlich begrenzten Verfügbarkeit dieser Energieträger unverantwortlich.

Es gibt damit auch bezüglich der immensen Steigerung der weltweiten Kohlenachfrage um insgesamt 44 Prozent bis 2030, wie die Internationale Energieagentur voraussagt, und wegen des wahrscheinlich nur moderaten Preisanstiegs der Kraftwerkskohle eine gute Möglichkeit, saubere und effiziente Kohletechnologie zu entwickeln. Wenn dies in Deutschland demonstriert werden kann, wird es weltweit zur Verringerung der Umweltbelastungen durch den steigenden Energiebedarf beitragen.

Politisch betrachtet muß es nach Gewerkschaftsansicht darum gehen, sich Optionen für eine sichere, preiswerte und umweltverträgliche Energiegewinnung zu schaffen bzw. zu erhalten und nicht darum, Entwicklungsmöglichkeiten im Keime zu ersticken.


 
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